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23. 01. 2017

Abgezockte Ansbacher schlagen Jenaer Regionalligisten deutlich

Trainer Farsin Hamzei hatte vor dem Duell gegen Ansbach nicht ohne Grund vor der Erfahrung und Spielstärke der Gäste gewarnt. Am Samstag unterlagen Jenas junge Regionalliga-Basketballer in der kleinen Sparkassen-Arena den Franken mit 72:97, die sich damit für den 90:80-Sieg der Jenaer aus der Hinrunde revanchieren konnten. Während Ansbach nach dem Sieg auf den 7.Platz klettern kann, damit Science City in der Tabelle der Regionalliga Südost überholt, rutschen die Korbjäger von der Saale auf den 9. Rang im 14er Feld. Aktuell zwar noch mit vier Punkten Vorsprung vor den auf Platz 10 lauernden Zwickauern liegend, wird die Luft für den Aufsteiger nun merklich dünner.

Kein gutes Zeugnis konnte Jenas Trainer Farsin Hamzei einem Großteil seiner Mannschaft ausstellen. „Wenn man etwas Positives nach diesem Spiel finden möchte, waren es die Auftritte von Julian Foerster und Kristofer Krause. Die beiden Jungs sind im Gegensatz zu etlichen anderen Akteuren couragiert und engagiert aufgetreten“, sagte Hamzei nach dem Spiel. „Wenn die Einstellung bei einem Teil des Teams nicht stimmt werden wir kaum noch Begegnungen gewinnen und absteigen. Ich habe im Spielverlauf leider keine Mannschaft sehen können. Mit wenig Leistung lässt sich nicht viel erreichen. Einige junge Spieler unseres Kaders wollen Profis werden, aber da fehlt noch sehr sehr viel, um tatsächlich im Leistungssport ankommen zu können“ so Hamzei. „Dieser Auftritt war einer unserer schlechtesten im bisherigen Saisonverlauf. Ich habe zur Weihnachtspause gewarnt, dass wir den Kampf in dieser Liga, der bis zum Saisonende gehen wird, annehmen und uns in jedem Spiel erneut beweisen müssen. Mit so einer Performance werden wir in den kommenden Wochen keine Chance haben“, warnt Jenas Trainer seine Mannschaft.

Vom Start weg machten die Mittelfranken dem Jenaer Regionalliga-Aufsteiger klar, dass sie gewillt waren, die Pluspunkte aus Thüringen zu entführen. Kurz nach dem Spielbeginn auf 5:0 (2.) enteilt, konnte Science City Jena nach einem Dreier von Georg Glück zwar noch einmal auf 7:7 (4.) kontern, der restliche Abschnitt gehörte jedoch den Gästen. Spätestens nach einem Korbleger des Ansbacher Legionärs Nicolas Freer zur 21:10-Führung zeichnete sich eine Tendenz ab, die bereits in der ersten Hälfte die falsche Richtung einschlug. Freer, am Ende mit 26 Punkten Topscorer der Partie, war es auch, der mit seinem Dreier zum 34:14 (12.) deutlich vor der Halbzeitsirene die erste 20-Punkte-Differenz zu Gunsten der Mittelfranken herauswerfen konnte. Zwar verkürzte Jenas Marco Rahn unmittelbar vor dem Kabinengang noch einmal auf 49:33, die routinierten Ansbacher konterten zu Beginn des dritten Viertels jedoch effektiv und abgezockt. Während Jonathan Pospiech in der 24. Minute den Zwischenstand durch zwei Freiwürfe auf 59:39 schraubte war das Spiel faktisch entschieden. Mit einem 71:56-Vorsprung der Gäste in den Schlussabschnitt startend, drohte beim 93:65 in der 36. Minute ein echtes Debakel. Bis zur Sirene konnte Science City jedoch noch einmal ein wenig Ergebniskosmetik betreiben, um den Endstand einer dennoch hohen Niederlage zu schönen.

SCJ: Garrett 18 Punkte, Heber 11, G. Glück 10, Cardenas 10, Rietschel 9, Rahn 4, Morschhäuser 4, Kadasi 3, Foerster 2, K. Glück 1, Schneider, Krause