Culture City Weimar kassiert vermeidbare Niederlage in Oberfranken
Mit einer gleichermaßen enttäuschenden wie verdienten 69:81-Niederlage kehrten Regionalliga-Basketballer von Culture City Weimar am Sonntagabend vom Gastspiel aus Regnitztal zurück. Die Mannschaft von Trainer Farsin Hamzei unterlag den gastgebenden Oberfranken nach einer über 40 Minuten knappen Begegnung, fand im Verlauf des Duells jedoch nie zu ihrem Rhythmus der zurückliegenden Wochen. Während es die Ilmstädter mit diesem Resultat verpassten, sich in der oberen Tabellenhälfte zu stabilisieren, rangiert Culture City Weimar nun mit einer ausgeglichenen 2:2-Bilanz in der Regionalliga Südost auf dem 6. Platz der acht Teams umfassenden Nord-Staffel. In der aktuellen Momentaufnahme hätte diese Platzierung die Teilnahme an den Playdowns zur Folge, gleichbedeutend mit dem Kampf um den Klassenerhalt.
„Wir haben am Ende verdient verloren, weil unser Team die taktischen Vorgaben und Inhalte der Vorbereitung nicht gut umgesetzt hat. Die Jungs haben ihr durchaus vorhandenes Potenzial nicht oder nur sehr selten abgerufen und damit eine Chance vergeben, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu machen,“ sagt Weimars Cheftrainer Farsin Hamzei nach der Niederlage. „Auch wenn der Gegner mit vielen Spielern des Coburger ProB-Kaders aufgelaufen ist, die über mehr Erfahrung als unser Team verfügen, war es, abgesehen vom Resultat, ein enttäuschender Auftritt. Dass man bei den Regnitztal Baskets verlieren kann steht außer Frage. Am Ende kommt es jedoch immer auch darauf an, wie man sich präsentiert. Bei unserer Mannschaft war keine Bindung zu erkennen, zudem haben wir uns 17 Ballverluste geleistet und dann kann man ein phasenweise so enges Spiel auch nicht gewinnen. Man darf im Sport nie mit dem Erreichten zufrieden sein, weil es keine Aussagekraft für die folgenden Herausforderungen hat. Wenn man einen positiven Aspekt aus dieser Niederlage mitnehmen kann, dann dass den Jungs ihre Defizite aufgezeigt wurden. Neben den beiden Lichtblicken Johann Walter und Richard Rietschel, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben, sollte jeder andere Spieler seine Leistung hinterfragen,“ so Farsin Hamzei abschließend.
Vor zwei Wochen noch beim Tabellenführer in Breitengüßbach mit der positiven Überraschung eines 74:63-Sieges nach Thüringen zurückgekehrt, entwickelte sich die Partie bei den Regnitztal Baskets in eine gegensätzliche Richtung. Während sich beide Mannschaften bereits im Auftaktviertel einen engen Schlagabtausch geliefert hatten, die Hausherren knapp mit 14:11 in Front lagen, schmolz der Vorsprung bis zur Halbzeitstand auf 34:33 zusammen. Doch auch im Verlauf der zweiten Hälfte blieben die Weimar meist nur zweiter Sieger. So brachten die Oberfranken nach einer zwischenzeitlichen 58:52-Führung in der 30. Minute ihren Heimsieg letztendlich ungefährdet und verdient über die Ziellinie.


