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27. 02. 2017

Derbe Packung in Hamburg

Mit einer erst im Schlussspurt kassierten 57:104-Packung kehrte der U16-Kader von Science City Jena am Sonntag von der Alster zurück. Das jüngste Team der Bundesliga-Familie aus Ostthüringer unterlag den Hamburg Pirates nach Spielanteilen verdient, hatte in der Schlussphase mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen, die durch Jenas Bankspieler nicht kompensiert werden konnten. Doch auch schon zuvor präsentierten sich die vorab favorisierten Hansestädter als das homogenere Kollektiv, glänzten mit gleich sechs Akteuren, die zweistellige Werte ablieferten. In der Endabrechnung wurden die Saalestädter Opfer zweier durchaus signifikanter Statistiken. Während bei den Piraten kein einziger Jenaer Distanzwurf sein Ziel finden wollte (0/8), blieben die Hände der Thüringer auch an der Freiwurflinie kalt (21/60). Trotz der Niederlage verbleibt der Nachwuchs der Saalestädter auf dem 3. Platz einer sieben Teams umfassenden Relegationsgruppe, hat zwei Wochen Zeit, um an den Schwachstellen zu feilen.

„Wir sind leider nicht mit dem erwarteten Selbstvertrauen und vor allem nicht mit dem nötigen Fokus in dieses Spiel gegangen. Zwar konnten wir in den ersten Minuten gut mitspielen und auch Akzente setzen, aber der aggressiven und physischen Spielweise der Hamburger konnten wir dauerhaft zu wenig entgegensetzen“, sagte JBBL-Coach Torsten Rothämel nach dem Spiel. „Obwohl es uns immer wieder gelang, gute Würfe herauszuspielen und viele Fouls zu ziehen, konnten wir daraus kein Kapital schlagen. Mit 0/8 Dreiern und vor allem nur 21 von 60 Freiwürfen hast Du einfach keine Chance gegen so einen starken Gegner. Einige Jungs haben trotzdem bravourös gekämpft, sich gegen diese Niederlage gestemmt und eine gute Spielleistung gezeigt. Das reicht aber nun mal gegen ein starkes Team nicht aus. Wir werden die zwei Wochen bis zum Spiel in Charlottenburg vor allem an der Fokussierung der Jungs arbeiten und natürlich Freiwürfe üben“, so Rothämel abschließend.

Anfänglich noch konzentriert in das Duell gestartet, geriet Science City Jena im weiteren Verlauf des Auftaktviertels mehr und mehr ins Hintertreffen. Nachdem sich die Gastgeber vor dem Start in den zweiten Spielabschnitt bereits einen komfortablen 24:12-Vorsprung herausgespielt hatten, gelang es den Pirates ihre Führung bis zur Halbzeitpause auf 45:27 auszubauen. Science City Jena kämpfte sich nach der Rückkehr aus den Kabinen zwar kurzzeitig noch einmal zurück in die Partie, kämpfte sich zwischenzeitlich auf 14 Zähler heran, dann enterten jedoch die Piraten den Rest des Spiels, um mit einer vorentscheidenden 67:46-Führung in das Schlussviertel zu starten. Zunehmend durch eine hohe Foulbelastung gehandicapt, spielte Science City Jena im finalen Abschnitt lediglich die Rolle des chancenlosen Statisten. Mit einem deutlichen Abschlussviertel von 37:11 zu Gunsten der Norddeutschen endete ein Duell, dass die jungen Jenaer bis zu ihrem Auftritt bei der U16 des DBV Charlottenburg am 12. März 2017 vor allem mental aufzuarbeiten haben.

SCJ: Franz 13 Punkte, Wohlfarth 13, Lorber 10, Wolke 7, Geßner 6, Mayr 3, Teichert 2, Büchner 2, Müller 1, Otto, Ganskij