Jenaer Nachwuchs schlägt den amtierenden NBBL-Meister
Mit einem leidenschaftlich erkämpften 78:72-Erfolg gegen den NBBL-Meister 2016, den TSV Breitengüßbach, beendete das U19-Team von Science City Jena die reguläre Bundesligasaison. Das Team von Trainer Tino Stumpf schlug die jungen Franken nach einer starken zweiten Hälfte und bewies neben der entsprechenden Nervenstärke auch ausreichend Nehmer-Qualitäten. So drehten die Saalestädter einen 24:35-Halbzeitrückstand während der zweiten Hälfte in beeindruckender Art und Weise zu ihren Gunsten. Nachdem mit Jan Heber, Jakub Kadasi, Julian Foerster und Moritz Schneider ein Führungsspieler-Quartett nicht nur statistisch herausragte, überzeugte der gesamte zum Einsatz gekommene U19-Kader von Science City Jena mit einer mannschaftlich geschlossen Leistung. Durch diesen Erfolg haben die jungen Saalestädter beste Aussichten auf das wichtige Heimrecht für die Mitte März startenden Playdowns, die Qualifikations-Runde für das Spieljahr 2017/2018. Aktuell rangiert das Science City (14 Punkte) im Fernduell mit dem Mitteldeutschen BC (14 Pkt.) und Chemnitz (12 Pkt.) auf dem 6. Platz. Die beiden Konkurrenten haben allerdings am kommenden Wochenende noch jeweils ein schweres Spiel gegen favorisierte Konkurrenz vor der Brus
„Wir wussten, dass wir heute unsere Chancen bekommen werden und diese nutzen müssen. In der ersten Halbzeit konnten wir noch nicht die entsprechende Energie abrufen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit deutlich besser gelungen. Zudem hat die Mannschaft, wenn auch mit ein wenig Glück, enorm wichtige Würfe getroffen“, sagt Jenas Trainer Tino Stumpf nach dem Sieg zufrieden. „Das Team hat über die gesamte Saison eine gute Entwicklung durchlaufen und es ist schön zu sehen, dass sie sich heute Abend dafür belohnt haben. Unsere Leistungsträger haben heute ihre Führungsrolle übernommen und diese sehr gut ausgefüllt“, lobte Stumpf die Auftritte von Kadasi, Foerster, Schneider und Heber.
Während sich beide Teams im Auftaktviertel mit Korberfolgen zunächst in Zurückhaltung übten, der TSV Breitengüßbach mit einem knappen 13:10-Vorsprung in den zweiten Abschnitt startete, gelang es den Rand-Bambergern diese Führung bis zum Kabinengang auf 35:24 auszubauen. Nach der Halbzeitpause kam Science City Jena deutlich zielstrebiger, energischer und fokussierter auf das Parkett, zwang die Gäste immer wieder zu schlechten Würfen oder Ballverlusten. Nachdem Julian Foerster, Jan Heber und Jakub Kadasi wichtige Dreier versenkte, Science City zu den Franken aufschließen konnte, sorgte ein Distanzwurf von Moritz Schneider sieben Sekunden vor der Viertelsirene für die Jenaer 50:49-Führung. Einmal im Rhythmus, lief der Ball aus Jenaer Sicht nun wie an der Schnur gezogen. Selbst glückliche Würfe fanden ihre Ziel, so ein Dreier von Jakub Kadasi mit Brett zum 72:59 (38.). Der TSV Breitengüßbach mühte sich redlich, konnte in der verbleibenden Spielzeit zwar noch einmal verkürzen, fand aber in der Endabrechnung jedoch keine Mittel mehr um die Partie zu drehen. Zwei verwandelte Freiwürfe von Julian Foerster zur Jenaer 76:70-Führung sorgten 19 Sekunden vor Ultimo schlussendlich für die endgültige Entscheidung.
SCJ: Kadasi 15 Punkte, Heber 14, Foerster 11, Schneider 9, Rahn 9, Heinicke 9 Shusel 5, Memic 3, Fiuhrmann, Krause, Lange – Reich (DNP)


