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05. 03. 2018

6. Herren dreht Spiel nach katastrophaler ersten Hälfte

Vor der Partie hatte das junge Team schon mit einigen Absagen wichtiger Spieler zu kämpfen. So hielt sich der Optimismus vor der Partie gegen Hermsdorf trotz der Tabellensituation in Grenzen, zumal man im Hinspiel bereits die Erfahrung machte, dass Hermsdorf ein unangenehmer Gegner ist. Nichtsdestotrotz wollte man den Heimvorteil nutzen, von Beginn an den Ton angeben und die Punkte einfahren, da man in die eigene Stärke vertraute und auch beim Gegner der ein oder andere Spieler fehlte. 

Der Start ins Spiel gelang gut. Man setzte sich nach 5 Minuten auf 11:4 ab und es schien, dass man sich ohne große Probleme den neunten Saisonsieg angeln kann. Was jedoch in den verbleibenden 15 Minuten bis zur Halbzeit passierte zeigte ganz klar das Fehlen der Starter Steinhaußen, Bote und Costabel auf. In der Offense war man viel zu ausrechenbar. Die Gravitation von Bote, der am Korb immer einen Mann bindet durch seine physische Präsenz und der Drive von Steinhaußen, der damit mehrere Leute auf sich zieht und so den Raum für die Shooter öffnet fehlte immens. Der Ball wurde kaum mehr als 3 Stationen bewegt und oftmals fabrizierte man ganz einfache Turnover, die zu vielen einfachen Punkten der Gäste führten. In der Defense fehlten vor allem Costabels Hustle und seine starke On-Ball-Defense gegen Guards. So konnten die Top-Scorer Hermsdorfs, Hellfritzsch und Hempel teilweise tun, was sie wollten und schnitten wie ein warmes Messer durch die Butter in Form der Zonenverteidigung der jungen Jenaer. Folglich war das 40:27 aus Sicht der Gäste ein verdienter Pausenstand. 

In der Pause sprach man all das an und nahm einige taktischen Änderungen in Defense und Offense vor. Als es dann auf das Feld zurück ging, konnte man auch endlich in Ansätzen den Basketball sehen, den man in vielen Spielen der Saison an den Tag legte. Man bewegte den Ball besser, attackierte den Korb und spielte aus diesen Situationen clevere Pässe, die einfache Würfe oder Korbleger ermöglichten. Defensiv fand man endlich Zugriff auf die Gäste und arbeitete sich Stück für Stück heran. Als man nach 35 Minuten mit 6 Punkten in Front war, dachte man schon, dass man den Sieg in der Tasche hat, doch Hermsdorf schrieb sich nicht ab und kam zurück. 19 Sekunden vor Schluss ging man nach 2 verwandelten Freiwürfen von Kosakowsky mit 66:65 in Führung. Die Hermsdorfer hatten es nun in der Hand im letzten Angriff. Doch gute Kommunikation und Hilfen erzwangen einen schwierigen 3er, den die Gäste nicht verwandelten und auch aus dem Offensivrebound konnte nichts mehr produziert werden.

Am Ende steht ein hart erarbeiteter 66:65-Sieg für das junge Sudententeam. Auch wenn man das Spiel gewonnen hat muss man sagen, dass die erste Halbzeit heute die schwächste Halbzeit der Saison war. Das Fehlen der Starter hat sich mehr auf das Spiel des Teams ausgewirkt, als es eigentlich in einer ausgeglichen besetzten Mannschaft sollte. Auch in den kommenden Partien muss man auf mehrere Leistungsträger verzichten, weshalb es jetzt darauf ankommt, diese Lücken zu schließen, ansonsten kann man sich eine bisher so gut verlaufende Saison noch versauen.