6. Herren landen Big Point im Kampf um Platz 2
Nachdem die Jenaer Studentenmannschaft 6 Wochen warten musste, um aktiv auf Körbejagd zu gehen, kam es am Wochenende mit der Partie gegen Weida zu einem absoluten Topspiel, als der 3. den 2. der Landesliga Staffel Ost empfing.
Vor dem Spiel machte man sich klar, dass Weida eine gute Landesligamannschaft ist, die über erfahrene Spieler verfügt, die besonders jenseits der Dreierlinie Gefahr ausstrahlen, aber auch junge Spieler im Kader hat, die immer mehr Fuß in der Liga fassen und ihren Teil zum Erfolg des Teams besteuern. Als Taktik für das Spiel gab man vor, keine freien Würfe aus der Distanz zulassen zu wollen, dem Topscorer der Liga, Henry Norman Kuntke, einen schweren Arbeitstag auf dem Feld zu bereiten und in der Offense mit viel Tempo die älteren und erfahreneren Gegner zu überlaufen.
Dies gelang besonders am Anfang des Spiels gut. Bereits nach 5 Spielminuten erarbeitete man sich einen zweistelligen Vorsprung, indem man druckvoll und als Team verteidigte und bei Ballgewinnen den Fastbreak-Express über den Gegner hinweg rollen ließ. Jedoch schien einem dieses Polster mehr oder weniger zu reichen, sodass man im Umschaltspiel immer mehr das Tempo raus nahm und auch in der Defense nicht mehr die Konzentration an den Tag legte wie zuvor. Auch von den diesmal wenigen Bankspielern (Krankheit, terminliche Überschneidungen) kamen dann nicht die Impulse und die Produktivität, die man aus anderen Spielen gewohnt war. So ging es zur Halbzeit mit einem 39:27 in die Kabine, welches zwar ein gutes Zwischenergebnis darstellte, jedoch kein befriedigendes, wenn man die eigene Leistung mit dem vergleicht, was man zu leisten im Stande ist. Man wollte nun noch eine Schippe drauf legen und dem Gegner zeigen, warum man 2. der Tabelle ist und diesen Platz auch am Ende der Saison einnehmen möchte. Die Schlagzahl wurde wieder erhöht und man baute den Vorsprung auf zwischenzeitlich 19 Punkte aus. Doch die Verletzung von Steinhaußen, der später nochmal angeschlagen aufs Spielfeld zurückkehrte, die Foul-Trouble des starken Hafermann sowie die erneut steigende Unkonzentriertheit sorgten dafür, dass man wieder in den Verwaltermodus wechselte und nicht weiter aufs Gas drückte.
Am Ende steht dennoch mit dem 67:52-Auswärtserfolg der 8. Saisonsieg, welcher für Distanz im Kampf um Platz 2 sorgt und die Ambitionen der Mannschaft unterstreicht. In den nächsten Partien muss das Team jedoch weiter gewillt sein, die eigene Spielidee und Marschroute umzusetzen und auch dauerhaft dem Gegner das eigene Spiel aufzudrücken. Sonst kann es schon am kommenden Wochenende gegen die wiedererstarkten Hermsdorfer unangenehm werden.


