6. Herren schlägt Staffelsieger der letzten Saison
Das man an einem guten Tag das Potential hat, auch eines der beiden dominierenden Teams des letzten Jahres zu schlagen, offenbarte sich bereits in der vergangenen Saison, als man Weida in eigener Halle in die Overtime zwang oder in einem Testspiel gegen Zeulenroda nur mit wenigen Punkten Unterschied das Nachsehen hatte.
Nachdem man heute nahezu auf den kompletten Kader inklusive Debütant Daniel Costabel zurückgreifen konnte, sah man sich schon in der Position das Topteam aus Weida (15 Siege bei einer Niederlage in der letzten Saison) besiegen zu können. Als diese dann auch noch ohne 2 ihrer gefährlichsten Scorer die Halle betraten, war klar: Heute geht hier was.
Es war dennoch nicht alles optimal. Zwar war man numerisch gut besetzt, jedoch konnte man im Verlauf des Spieles erkennen, wer regelmäßig beim Training war und wer nicht. Das fing mit den offensiven Laufwegen an und hörte bei der Kondition einiger Spieler auf. So gelang es nach einem guten Start ins Spiel nicht sich abzusetzen. Es entwickelte sich ein enges, hartes und dadurch auch sehr unsauberes Spiel. Weida konnte sich auf ihre guten Shooter verlassen, weshalb sie lange im Spiel blieben. Die Jenaer Studentenmannschaft ihrerseits nutzte die physischen Vorteile im (Offensiv-)Rebound gnadenlos aus. Dafür spricht auch, dass die 3 Big Men mehr als 50% der Punkte des Teams produzierten. Als Ende des 3. Viertels die ersten Spieler ihr fünftes Foul erhielten, machten sich die Vorteile der größeren Bank bemerkbar. Während man beispielsweise den erst 17-jährigen Allrounder Jakob Berger einsetzte, der ohne einen erkennbaren Verlust an Spielstärke einen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte, war dies den Weidaern nicht möglich. Man setzte sich auf zwischenzeitlich 19 Punkte ab, bevor man etwas den Faden verlor zum Schluss.
Am Ende steht ein 71:60-Sieg gegen ein dezimiertes Topteam in der Landesliga Staffel Ost, allerdings muss man dennoch kritisch sein. Wenige Spieler können heute über sich sagen, ihre beste Leistung gezeigt zu haben. Im Training bedarf es nun, alle Schwächen umzusetzen, damit man auch bei den nächsten Spielen als Sieger vom Feld gehen kann.


