Großer Jenaer Kampf wird nicht belohnt
Mit einer sich erst im Schlussviertel herauskristallisierenden 76:90-Niederlage kehrte die 2. Mannschaft von Science City Jena aus Leitershofen zurück. Das Team von Trainer Chris Schreiber unterlag dem Regionalliga-Kontrahenten vor den Toren Augsburgs personell stark gehandicapt, musste im Gastspiel bei den Schwaben auf vier verletzte Schlüsselspieler verzichten, die vor allem bei der Arbeit unter den Brettern eine große Lücke hinterließen. Während die Saalestädter der BG Leitershofen einen großen Kampf lieferten, die Spielstände bis Mitte des letzten Viertels knapp halten konnten, entschieden die Hausherren die Begegnung im Schlussspurt durch ihre physischen Dominanz. Mit einem Rebound-Verhältnis von 46:19 war gegen den Tabellensiebenten am Ende kein Kraut gewachsen. Dennoch spielte die jungen Jenaer Garde mutig und um ihre Chance kämpfend bis in die finale Phase des Duells.
Nachdem die Thüringer im Startviertel einen Auftakt nach Maß erwischten, sich eine frühe 11:2-Führung (3.) erspielt hatten, überholten die von Bernhard Benke angeführten Gastgeber die junge Jenaer Bundesliga-Reserve bis zur ersten Viertelpause mit 22:18. Doch Science City behielt die Köpfe oben, stemmte sich trotz der physischen Unterlegenheit mit allen zu Verfügung stehenden Mitteln gegen die Größenvorteile der Hausherren. Nachdem Moritz Schneider Jenas Korbjäger mit einem Dreier zum 36:28 (15.) erneut in Front bringen konnte, kippte das Spiel bis zur Halbzeitpause erneut zu Gunsten der Schwaben. Mit einem hauchdünnen 42:43-Rückstand in die Kabine gehend, befand sich Science City nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte in Schlagdistanz. An dieser Konstellation sollte sich auch im Verlauf des dritten Viertels nichts ändern. Von knappen Zwischenständen und einigen Führungswechseln geprägt, befanden sich die Saalestädter auch beim 60:62 in der 30. Minute noch aussichtsreich im Rennen. Durch einen Dreier von Benjamin Dizdar zur Jenaer 63:62-Führung den Schlussabschnitt eröffnend, konterte Leitershofen mit einem spielentscheidenden 10:0-Lauf auf 72:63 (34.). Im Endspurt behielten die routinierten Leitershofener die Kontrolle einer über weite Teile ausgeglichenen Partie und brachten ihren Heimsieg über die Ziellinie.
„Hut ab vor der Leistung meines Teams. Wir haben heute gegen eine sehr robuste und physische Mannschaft gespielt. Ohne Marco Rahn, Lasse Meier, Jacob Lawson, Jakub Kadasi und im Spiel dann ohne Richard Rietschel waren wir heute auf den großen Positionen äußerst dünn besetzt. Positiv ist sicherlich, dass wir trotz unserer Unterlegenheit beim Rebound das Duell lange offen halten konnten“, konstatierte Jenas Trainer Chris Schreiber nach der Partie.
SCJ: Dizdar 19 Punkte, Heber 18, Krause 11, Schneider 11, Domrös 10, Rietschel 8, Becker, Glück, Shusel, Foerster, Heinicke, Mayr


