Homogene Teamleistung bringt 6. Herren den Sieg im Spitzenspiel
Als Tabellenführer reiste das Team der 6. Herren zum Zweiten aus Weimar. Mit im Gepäck waren dabei einige Personalprobleme, da man zwei kurzfristige Absagen verkraften musste, wohingegen Weimar 12 Mann zum Spiel mitnehmen konnte. Der Jenaer Kader war zudem durch das Fehlen von Meinhardt und Rohrmann auf dem Feld von der Körperlänge her sehr klein, was dem Heimteam, welches über viel Größe und Präsenz in der Zone verfügt, sehr in die Karten spielte und einen großen Vorteil einbrachte. Dennoch wollte man heute als bisher ungeschlagener Gast ein geiles Spiel als Team aufs Parkett bringen und sich so gut wie möglich verkaufen.
Und das gelang. Man zog offensiv das gewohnte Spiel auf, welches von aggressiver Penetration zum Korb und dem selbstlosen Kreieren von freien Würfen lebt. Defensiv galt es vor allem den Korb zu schützen. Dabei zeichneten sich besonders Graeff und Zwinscher mit guten Aktionen gegen die größen- und gewichtsmäßig besser ausgestatteten Weimarer Center aus, wobei sie sich auch häufig auf die Hilfe der Guards verlassen konnten. Dennoch konnten die Weimarer ihre Qualitäten und Vorteile immer wieder in Punkte ummünzen. Es entwickelte sich ein bis zum Halbzeitpfiff ausgeglichenes Spiel mit vielen Führungswechseln, weshalb es nach zwei Vierteln mit 33:33 in die Kabinen ging. Die Vorentscheidung zugunsten des Tabellenführers fiel im dritten Spielabschnitt. In dieser Phase kam man immer wieder durch starke Team-Defense zu Stops und konnte diese auf der Gegenseite in Punkte umwandeln. Mit einem 43:56 aus Sicht der Heimmannschaft ging es in die letzten zehn Minuten. In diesen gab sich Weimar nicht geschlagen, arbeitete sich schnell auf fünf Punkte heran, doch die junge Jenaer Mannschaft verteidigte ihren Vorsprung, auch dank einer tadellosen Freiwurfquote im letzten Viertel.
Am Ende einer sehr spannenden Schlussphase steht mit dem 70:75-Endstand der vierte Sieg im vierten Spiel für Science City Jena VI. Dieser kam vor allem durch eine homogene Teamleistung aller 8 Spieler zustande. Jeder brachte sich an beiden Ende des Feldes gut ein, sodass man dem sehr starken Gegner aus Weimar die Punkte aus der Halle entführen konnte.
Für die kommenden Spiele muss es genau so weitergehen. Jeder muss weiter für die Anderen spielen und der Spaß, als Team zusammen auf dem Feld zu agieren, muss bestehen bleiben. So kann diese Spielzeit eine sehr erfolgreiche Saison raus springen.
Es spielten: Fleischer 19 Punkte, Steinhaußen 17, Berger 11, Kosakowsky 9, Graeff 8 , Ellermann 6, Hafermann 3, Zwinscher 2


