Junges Team mit starkem Finish zum Jahresende
Mit einem rund erneuerten Kader startet das Regionalligateam in die Spielzeit 2017/18. Viele Leistungsträger der vergangenen Jahre verließen berufsbedingt den Verein und auch der Trainer Farsin Hamzei war nicht weiter an Board. Für ihn übernahm Jungspund Christopher Schreiber an der Seitenlinie. Mit einem der jüngsten Kader der Regionalliga Südost, der Altersschnitt beträgt 19,7 Jahre, begann die neue Spielzeit für Science City Jena 2.
Bereits zum Saisonauftakt wurde klar, dass ein langer und beschwerlicher Weg vor dem Team um Captain Konrad Glück liegen würde. Der Saisonauftakt wurde deutlich verloren (37:61 gegen Breitengüßbach) und auch im folgenden Spiel war das Glück den jungen Saalestädtern nicht hold. US-Neuzugang Jacob Lawson verletzte sich im zweiten Saisonspiel auswärts in Herzogenaurach schwer und so verlor das BBL Farmteam auch hier (86:104). Im weiteren Saisonverlauf zeigte das junge Jenaer Team zwar stets gute Leistungen, konnte sich dafür aber nicht belohnen. Es folgten Niederlagen gegen OSB Hellenen München (64:76) und Leitershofen (76:90). Im Heimspiel gegen Rosenheim waren die jungen Wissenschaftler so knapp wie noch nie in der Saison am Sieg vorbei geschramt. 82:85 musste man sich zu Hause geschlagen geben. Es folgte eine etwas deutlichere Auswärtniederlage in Oberhaching (69:92), ein knappes Heimspiel gegen das Topteam aus Treuchtlingen (74:87), eine Auswärtspleite bei TTL Bamberg (58:79) und ein starker aber unbelohnter Fight gegen Tabellenführer Vilsbiburg (75:79). Zu allem Überfluss verletzte sich Big Men Richard Rietschel schwer am Ellenbogen. Somit hatte man in neun Spielen zwar viel Erfahrung, aber keinen Sieg mitnehmen können.
Die Verantwortlichen reagierten und verpflichteten den US-Amerikaner Justin Smith nach. Dieser hatte bereits in Deutschland Erfahrungen in der Pro A und Pro B gesammelt und sollte dem Schreiber-Team die notwendige Stabilität unter dem Korb verschaffen. Der erste Einsatz des Neuzuganges war beim Gastspiel in Schwabing, doch wieder musste das Coachesduo Schreiber/Popp auf einige Stammspieler verzichten. Nach einem intensiven Spiel über 40 Minuten konnte dann endlich der erste Saisonsieg gefeiert werden, 95:86 gewann das Farmteam. Justin Smith avancierte in seinem ersten Spiel zum Topscorer (25 Punkte/16 Rebounds). Dieser erste Sieg war wie eine Initialzündung für das Team. Im kommenden Heimspiel wurde Zwickau 94:83 bezwungen (Smith 26 Punkte/14 Rebounds, Schneider 12 Assists). Es folgte ein weitere Heimsieg gegen den Tabellensechsten aus Ansbach mit 84:71 (Smith 22/11, Rahn 18, Schneider 14 Assists). Im letzten Spiel des Jahres 2017 reiste man zum Thüringenderby nach Gotha, wo man auf eines der besten Teams der Liga traf. Vor einer tollen Kulisse und rund 200 Zuschauern konnte Coach Schreiber das erste Mal in der Saison auf einen vollständigen Kader zurückgreifen. In einem spannenden Spiel konnten die Jenaer sich auf Double-Double Smith (21/14), Rahn (11/7), die Guards Heber (21/7 Ass.) und Kadasi (14) verlassen. Mit 86:70 war der vierte Sieg in Serie perfekt.
Eine einmonatige Spielpause steht nun an, bevor es am 17.01.2018 mit dem Rückrundenauftakt in Breitengüßbach weiter geht. Mit einer Bilanz von 4/9 rangiert Science City 2 mit drei weiteren Teams auf Platz 10. Positiv ist außerdem die Integrierung vieler NBBL Spieler im Regionalligateam. Bereits 13 NBBL Spieler konnten diese Saison dort Spielerfahrung sammeln, einige sind sogar Leistungsträger.
„Wir hatten natürlich einen sehr schwierigen Start, mussten einige Leistungsträger aus dem letzten Jahr ersetzen und hatten mit der Verletzung von Jacob Lawson zu Saisonbeginn großes Pech. Gerade deswegen ein großes Kompliment an das ganze Team. Wir haben Woche für Woche hart gearbeitet und die Jungs haben sich dann selber belohnt. Jetzt gilt es im neuen Jahr daran anzuknüpfen, denn wir sind immer noch im Abstiegskampf.“ warnt Trainer Schreiber seine Spieler vor zu viel Euphorie.
Wir danken unserem Coach Chris Schreiber für die ausführliche Berichterstattung und wünschen ihm und seinem Team alles Glück. Wir glauben fest daran, dass wir auch in der nächsten Saison in der 1. Regionalliga an den Start gehen werden. Let's go!


