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30. 10. 2018

Science City siegt erneut nach grandioser Aufholjagd

Einen dramatischen 72:70-Erfolg feierte die 2. Mannschaft von Science City Jena am Samstagnachmittag in Jena-Burgau. Die Bundesliga-Reserve der Saalestädter bezwang den TTL Bamberg nach einer erneut grandiosen Aufholjagd in den Schlusssekunden, klettert auf den 9. Platz der Regionalliga Südost und konsolidiert sich im Tabellenmittelfeld. Während das Team von Trainer Marius Linartas auf den von der Liga gesperrten 17-jährigen Leistungsträger Vuk Radojicic verzichten musste, kompensierte der junge Kader den Ausfall des Aufbauspielers mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung sowie leidenschaftlichem Kampf in der Schlussphase. Die nächste Bewährungsprobe der Ostthüringer steht am 10.11. 2018 an, wenn der Jenaer Nachwuchs beim MTSV Schwabing gastiert. 

Im Duell mit den Regnitzstädtern startete Science City konzentriert und abschlusssicher in das Auftaktviertel. Nach einem Distanzwurf von Benjamin Dizdar früh auf 10:3 (3.) enteilt, kämpften sich die Oberfranken bis zur ersten Pause zwar wieder heran, dennoch konnten die Ostthüringer mit 18:15 in Front liegend ihre Führung konservieren. Während sich bis Mitte des zweiten Abschnitts am Spielverlauf zunächst nicht viel ändern sollte, Science City nach einem Freiwurf von Richard Rietschel mit 33:26 (16.) in Führung lag, konterten das Team der Bamberg noch vor dem Kabinengang. Vorwiegend aus der Distanz abschließend, legten die Gäste mit einem 11:0-Lauf zum 33:37 (18.) den Grundstein ihrer Halbzeitführung (38:42). Auch nach der Rückkehr auf das Parkett des metecno court blieb die Partie eng, umkämpft und von Führungswechseln gekennzeichnet. Das bessere Ende nach 30 Minuten hatten allerdings wiederum die Oberfranken, die mit einem Vorsprung (50:56) in den Schlussabschnitt starten konnten. 

Nachdem Bambergs Michael Lachmann durch einen erfolgreichen Dreier für das zwischenzeitliche 51:61 (31.) gesorgt hatte und sich die Jenaer mit einem zweistelligen Rückstand konfrontiert sahen, schien Science City einer Heimniederlage entgegenzusteuern. Doch einmal mehr bewiesen die Jenaer Jungs Charakter und Mut zu Aufholjagd, hatten in den folgenden Minuten das notwendige Glück auf ihrer Seite, um den Spielstand nach einem Korb von Jan Heber in der 35. Minute auf 61:61 auszugleichen. Die routinierten Bamberger antworteten zwar noch einmal, lagen in der 36. Minute erneut mit 61:68 in Front, doch das letzte Wort war wie schon vor Wochenfrist beim hauchdünnen 78:77-Sieg gegen Herzogenaurach den Thüringern vorbehalten. Während Dominik Shusel 51 Sekunden vor der Schlusssirene an der Freiwurflinie die Nerven behielt und für den wichtigen 68:70-Anschluss sorgte, drehte Benjamin Dizdar das Duell 18 Sekunden vor Ultimo endgültig. Mit seinem ansatzlosen Distanzwurf zur erneuten Jenaer 71:70-Führung leitete Dizdar den letzten Führungswechsel ein, welchen Melvin Jostmann einen Wimpernschlag vor dem Spielende durch einen eher ungewollt getroffenen Freiwurf absicherte. 

SCJ: Shusel 15 Punkte, Heber 13, Krause 12, Dizdar 11, Jostmann 9, Rietschel 6, Sturcel 2, Glück 2, Bank 2, B. Linartas – Schöps, Mayr (DNP)