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29. 01. 2019

Sechste Herren bleibt nach starkem letzten Viertel ungeschlagen

Zum Topspiel der Landesliga Ost empfing der Spitzenreiter aus Jena am Samstag Abend den Dritten aus Weimar. Beide Teams starteten mit deutlichen Siegen ins neue Jahr und wollten mit einem weiteren Sieg nachlegen. Im ersten Aufeinandertreffen setzte sich Jena mit 75:70 durch, sodass auch im Rückspiel ein spannendes Spiel zu erwarten war. Und so kam es auch. 

 

Der Tabellenführer startete treffsicher von außen, verwandelte in Person von Hafermann und Ellermann vier Dreier in den ersten vier Minuten und setzte sich 12:2 ab. Doch Weimar wachte auch auf und knabberte den früheren Rückstand Stück für Stück ab. Dabei hielten sie mit ihrer 12-Mann-Rotation das Tempo sehr hoch, was den sieben Jenaer Spielern mit der Zeit immer mehr Probleme machte. Zu viele Turnover, schlechte Entscheidungen und überhastete Abschlüsse resultierten daraus. Weimar hingegen traf gut aus dem Feld und brachte auch schwierige Würfe in der Reuse unter, was einem selbst in dieser Phase nicht gelang. Nachdem die Führung im zweiten Viertel fünfmal wechselte, ging Weimar durch einen Buzzer-Beater-Dreier von Weiß mit einer 35:33-Führung in die Pause.

In dieser appellierte man, geduliger und ruhiger zu spielen, um so die Oberhand zurück zu gewinnen. Zwar setzte man die Maßgabe um, die Punkte fielen jedoch auf der anderen Seite. Weimar spielte sich in einen regelrechten Rausch und setzte sich etwas mehr als 11 Minuten vor Schluss mit 12 Punkten Vorsprung ab. Die erste Saisonniederlage für das junge Jenaer Team drohte, doch man stemmte sich mit allem dagegen. Ellermanns Buzzer-Beater mehrere Meter hinter der Dreierlinie brachte Jena Ende des dritten Viertels wieder auf acht Punkte heran und gab der Mannschaft neuen Auftrieb. Man glaubte wieder an einen Sieg und trat im letzten Viertel genau so auf. Überlegt kreierte man offensiv einfache Abschlüsse oder zog Fouls gegen die Zonenverteidigung der Gäste. In der Defensive verteidigte man nun deutlich intensiver, provozierte Ballverluste und münzte diese in einfache Punkte auf der Gegenseite um. So verwandelte man ein 51:59-Rückstand nach drei Vierteln in einen hart erkämpften 77:69-Sieg gegen einen starken Gegner aus Weimar und thront weiter ungeschlagen an der Spitze der Tabelle. 

 

Dadurch ist man mit einem Sieg in Greiz am kommenden Samstag definitiv in den Playoffs um den Aufstieg in die Oberliga. Bei einer Niederlage Hermsdorfs ist einem der Staffelsieg zudem nicht mehr zu nehmen.

 

Als weitere schöne Geschichte des Spieltags ist zu erwähnen, dass Daniel Costabel nach sechsmonatiger Verletzungspause sein Comeback feiern konnte und dem momentan dünnen Kader in den zukünftigen Spielen wieder etwas mehr Breite geben wird. 

 

Es spielten: Rohrmann (21 Punkte), Steinhaußen (18), Ellermann (12), Hafermann (12), Berger (11), Costabel (3), Fleischer