Überragend Teamleistung führt sechste Herren zum siebten Sieg
In letzter Zeit wiederholt sich die Ausgangslage bei Spielen der sechsten Herren redundant: Wieder trat man mit einem Mini-Kader von sieben Mann (von denen nur sechs spielten) gegen einen starken Gegner, der kaum personelle Ausfälle zu verkraften hatte, an und war trotz der Tabellenführung eher in der Außenseiterrolle beim Gastspiel gegen die bis dato ebenfalls ungeschlagenen Geraer. Und wieder schien klar, eine geschlossene Teamleistung ist von Nöten, um die Siegesserie weiter am Leben zu erhalten. Doch was die junge Mannschaft aus Jena in den 40 Minuten aufs Parkett bringen sollte, konnte man sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen.
Zum Spiel: Die Geraer versuchten ihre personelle Überlegenheit von Anfang an zu nutzen, machten die Partie sehr schnell, um die Jenaer konditionell frühzeitig in den roten Bereich zu bekommen. Die sechs Jenaer ließen sich davon jedoch nicht müde machen, spielten ihrerseits auch schnell nach vorne, sodass die Partie ein exorbitant hohes Tempo für Landesliga-Verhältnisse hatte. Dabei leistete sich das Winter-Team einige Fehler, teils durch ungenaue Pässe, teils forciert durch die starke Defensivarbeit der Gäste. Diese hingegen vertändelten nur sehr selten die Bälle, spielten offensiv teamdienlich und erarbeiteten sich viele freie Abschlüsse. Hier fiel der Distanzwurf (zehn verwandelte Dreier im ganzen Spiel) sowie der Wurf aus der Mitteldistanz hochprozentig. Überragender Akteur des Tabellenführers aus Jena war im ersten Durchgang wohl Forward Graeff, der allein in den ersten 20 Minuten 15 Punkte verbuchte und auch als Passgeber und in der Defensive stark in Erscheinung trat. So erspielte man sich mit 48:28 schon ein deutliches Polster zur Pause. Doch auch im zweiten Abschnitt ließ man nicht nach. Gera setze nun auf eine Halbfeld-Zonenpresse, von welcher sich die Jenaer jedoch nur in wenigen Situationen beeindrucken ließen. Die durch die aggressivere Verteidigung entstehenden Räume nutze man durch uneingenütziges Teamplay effizient aus. So kam man zu vielen einfachen Korblegern am Korb und man konnte den Spielern die Freude daran, den Gegner an der Nase herum zu führen, klar ansehen. Fand man doch mal nicht den Weg ans Brett, fielen dafür weiterhin die Dreier. Der Vorsprung wurde immer weiter ausgebaut und kurz vor Schluss knabberte man sogar an der 100er-Marke, konnte diese aber nicht mehr erreichen. Am Ende siegte man 97:63 gegen eines der stärksten Teams der Staffel.
40 Minuten Intensität, Team-Defense und -Offense mit nur vereinzelten Momenten, in denen die Kondition oder Konzentration fehlte - und das zu sechst! Die Mannschaft hat eine überragende Performance abgeliefert! Wenn man auf diesem Level weiter spielen kann, wird die Saison sehr erfolgreich für das junge Jenaer Team. Dennoch heißt es, sich weiter individuell und im Kollektiv zu entwickeln, um die nächsten Schritte als Team gehen zu können.
Es spielten: Steinhaußen (26 Punkte), Rohrmann (24), Graeff (19), Ellermann (12), Berger (11), Hafermann (5)


