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11. 12. 2017

Zeulenroda noch eine Nummer zu groß für 6. Herren

Das letzte Spiel des Jahres versprach schon vor Tip-Off eine richtig interessante Partie zu werden, da es mit der Paarung Science City Jena 6 gegen SV 1975 Zeulenroda zum Aufeinander treffen des Zweiten gegen den Ersten kam. Nachdem man zu Saisonbeginn ordentlich Lehrgeld bezahlte und mit 51:101 die Heimreise antrat, wollte man es in eigener Halle besser machen und zeigen, warum man sich diesen zweiten Platz zur Mitte der Saison erkämpft hatte.

Doch entgegen aller guten Vorsätze startete man sehr schlecht ins Spiel, lag nach 3 Minuten bereits 10:0 hinten. Eine Auszeit später folgten die ersten Zähler und man bekam das Spiel besser in den Griff. Doch die Spieler aus Zeulenroda zeigten immer wieder ihre individuelle Klasse. Arbeitete man sich näher heran, konterten die Gäste teils mit Treffern gegen den Mann, die man kaum besser verteidigen konnte. Dagegen traf man in der Offense zwar auch nicht schlecht, erspielte sich im Vergleich zum Gegner sogar mehr freie Würfe, jedoch kam man nicht an die starken Quoten der Z'Airs heran. Ein weiterer Faktor, weshalb man nicht wieder richtig in Schlagdistanz kam, war auch der Unterschied in Erfahrung und Abgebrühtheit. Machte das Team aus Zeulenroda kaum einfache Fehler, kam es beim jungen Studententeam immer wieder vor, dass man sich in einzelnen Aktionen nicht gut absprach, oder kurz träumte, was den Z'Airs einfache Second-Chance-Punkte oder Ballgewinne einbrachte. Zur Pause stand ein 40:50 aus Jenaer Sicht, was durchaus auch andersherum hätte an der Anzeigetafel stehen können. Man besann sich nun, diese Kleinigkeiten abzustellen und so vielleicht nochmal richtig ran zu kommen, doch leider wurde dies nicht umgesetzt. War man in Halbzeit 1 defensiv oder im Rebound manchmal zu nachlässig, ließ man im zweiten Durchgang offensiv zu viel liegen. So verlegte man mehrmals den freien Korbleger oder schaffte es auch nach 3 Offensivrebounds nicht, den Ball im Korb unterzubringen. Und Zeulenroda ist das reifere Team, was aus solchen einfachen Fehlern Kapitel schlägt und dann im Gegenangriff direkt mit 2 Punkten antwortet. So kam man nicht mehr in Schlagdistanz und musste das Spiel mit 80:96 abgeben.

Dennoch kann man das Positive mitnehmen. Vom Basketballerischen ist man mittlerweile fast ebenbürtig mit einer Mannschaft, die Oberliga spielen will. Man spielt ansehnlichen, teamdienlichen Basketball, ist aber leider mental noch nicht auf dem Level, um wirklich zum großen Wurf ausholen zu können. Dennoch produzierte man 80 Punkte gegen den bestbesetzten Tabellenführer, obwohl man selbst das Fehlen zweier Spieler zu beklagen hatte. In den kommenden Trainings heißt es weiter Gas geben, damit man in den kommenden Spielen gegen die direkte Konkurrenz wieder auf die Siegerstraße zurück kehren kann. Denn im neuen Jahr wartet mit Weimar die nächste anspruchsvolle Aufgabe auf das junge Studententeam.